6. November 2008

Zwischenbemerkung: Die fehlende Metapher

... oder "Wie kann man diesen Mechanismus denn nun wieder ins Spielthema einbeziehen"?

Aufgefallen ist es mir die Tage bei "Le Havre" von Uwe Rosenberg, erschienen bei Lookout Games. Der Mechanismus, mit dem die Spieler insgesamt 7 Spielzüge pro Runde durchführen (und dadurch jeder der Spieler unterschiedlich oft an die Reihe kommt) ist für mich neu und interessant. Aber wie "erklärt" man das in der Geschichte des Spiels? Wie lautet die Metapher dafür, um es Neulingen vor dem ersten Spiel klar zu machen? Warum wandern da auf den Nachschubplättchen die Schiffe herum, während die Spieler selber andere Schiffe bauen?

Ähnliche Probleme hatte ich (wie ich schon mal in meinem Beitrag "Spielerterminologie: Erklärbär" geschrieben hatte) mit der Tatsache, dass bei "Age of Steam" von Martin Wallace (erschienen bei Warfrog) die Spieler für einen ineffektiven Weg, also die längstmögliche Route von einem Start- zum Zielpunkt, belohnt werden. Wie erklärt man das jemandem, der noch nie bei der Bahn gearbeitet hat?

Versteht mich nicht falsch! Ich halte "Le Havre" und "Age of Steam" für ganz hervorragende Spiele! Zumindest zu "Le Havre" werde ich die Tage auch noch etwas ausführlicheres schreiben. Sie machen mir wirklich großen Spaß, aber einfacher wird das Erklären dadurch nicht. Wenn man als Erklärbär den Satz "Das ist halt so!" sagen muss, dann stimmt irgendwas im Thema nicht.

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